Arbeitsgruppe Psychosoziale Einflüsse auf Gesundheit

SprecherInnen

Prof. Dr. rer. Soc. Reinhold Kilian, Sektion Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II, Universität Ulm

Tel.: 08221 96 28160; reinhold.kilian@bkh-guenzburg.de

Dr. PH Thorsten Lunau, Center for Health and Society, Institut für Medizinische Soziologie, Heinrich Heine Universität Düsseldorf

Tel.: 0211 81 14806; Thorsten.Lunau@uni-düsseldorf.de

Entstehung und Zielsetzung der AG

Die Gründung der AG „Psychosoziale Einflüsse auf die Gesundheit" wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung der DGMS am 22.9.2005 in Berlin einstimmig beschlossen. Die AG versteht sich als Forum des Austausches über Grundlagen- und Angewandte Forschung im Schnittbereich zwischen makro- und mikrosoziologischen Bedingungen von Gesundheit und Krankheit.

Dies umfasst zum einen die Mechanismen und Prozesse, durch die gesellschaftliche Bedingungen Einfluss auf individuelle Belastungs- und Ressourcenstrukturen nehmen, und dadurch zur Aufrechterhaltung von Gesundheit oder zur Entstehung von Krankheit beitragen und zum anderen die sozialen und institutionellen Reaktionen auf Krankheit und ihre Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf und die Lebensbedingungen erkrankter Menschen.

Arbeitsschwerpunkte der AG

Ein Arbeitsschwerpunkt der AG sind psychosoziale Arbeitsbelastungen. In der AG sollen neue Erkenntnisse zu den gesundheitsschädlichen Auswirkungen thematisiert werden. Außerdem soll die Verteilung psychosozialer Arbeitsbelastungen behandelt werden. Hier wird z. B. untersucht inwiefern Männer oder Frauen häufiger von solchen Arbeitsbelastungen betroffen sind, ob gesellschaftliche Rahmenbedingungen das Auftreten von Arbeitsbelastungen beeinflussen oder ob ein Trend zu einem verstärkten Auftreten psychosozialer Arbeitsbelastungen zu erkennen ist.

Einen weiteren Schwerpunkt der AG bildet die Analyse beruflicher und anderer gesellschaftlicher Einflussfaktoren der Entstehung und des Umgangs mit psychischen Erkrankungen. Forschungsschwerpunkte sind hier unter anderem geschlechtsspezifische Aspekte der Prävalenz psychischer Erkrankungen und der Inanspruchnahme von Behandlungsangeboten sowie Prozesse der Stigmatisierung und der Stigmaprävention.

Aktivitäten der AG

Auf der diesjährigen Tagung der DGMS in Berlin „Gesundheit – bio.psycho.sozial 2.0“ wird ein Workshop mit dem Titel „Arbeit, Geschlecht und psychische Gesundheit II“ angeboten. Der Workshop umfasst folgende Beiträge.

  1. Silvia Krumm, Universität Ulm, Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie II am BKH Günzburg: "Männlichkeitskonstruktionen und Depression. Ergebnisse einer Meta-Synthese"
  2. Eva Rothermund, Universität Ulm, Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie : "Einfluss einer psychotherapeutischen Intervention im Arbeitskontext auf die psychische gesundheitsbezogene Lebensqualität - Ergebnisse einer kontrollierten Beobachtungsstudie"
  3. Morten Wahrendorf, Universität Düsseldorf, Institut für Medizinische Soziologie: "Arbeitsbedingungen im mittleren Lebensalter und depressive Symptome von Frauen und Männern im höheren Lebensalter – Ergebnisse aus SHARE"
  4. Simon Götz, Universität Düsseldorf, Institut für Medizinische Soziologie: "Alters- und Geschlechtsunterschiede in der Wirkung von Arbeitsstress auf krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit"

Mitgliedschaft

Zur Aufnahme als AG-Mitglied melden Sie sich bitte formlos bei einem/r der beiden o. g. SprecherIn.