Arbeitsgruppe Prävention und Gesundheitsförderung

Sprecherinnen

Prof. Dr. Frauke Koppelin, Jade Hochschule Oldenburg
Tel.: 0441 7708-3742; frauke.koppelin@jade-hs.de

Prof. Dr. Elke Driller, Hochschule des Bundes
Tel.: 0228 99629 1606; elke.driller@hsbund.de

Den Call for abstracts für Lübeck 2017 finden Sie hier.

Entstehung und Zielsetzung der AG

Die Einrichtung der AG  ist im Zusammenhang mit der Öffnung der DGMS ab 2004 zu sehen, die über die Implementierung weiterer Arbeitsgruppen die relevanten medizinisch-soziologischen Themen auf eine breitere Basis stellen wollte. Die  zunächst unter dem Namen „Praxistransfer“ eingerichtete AG widmet sich seit Beginn dem Spannungsfeld und Austausch zwischen Wissenschaft und Politik. Prävention, Gesundheitsförderung, Politikberatung  als auch die Gesundheitsberichterstattung sind hierbei zentrale Themen. Ein Austausch zwischen Wissenschaftler/Innen und in der Präventionspraxis Tätige war und ist explizit gewünscht. 2008 wurde der Name in Gesundheitsförderung und Gesundheitsberichterstattung geändert. Der Praxistransfer stand zwar immer noch als Querschnittsdimension im Zentrum, der neue Name sollte aber die inhaltlichen Bezüge nach außen sichtbarer werden lassen.  Seit 2013 trägt die AG den Namen „Prävention und Gesundheitsförderung“.

Zu den bisherigen AG Leiter/innen zählen Gabriele Wiedenmayer (Schweiz), Stephan  Koesling (Dresden), Christian Janssen (München) und Frauke Koppelin (Oldenburg). Seit 2015 wird die AG durch Frauke Koppelin und Elke Driller vertreten.

Arbeitsschwerpunkte der AG

Die Arbeitsgruppe deckt die beiden Bereiche Prävention und Gesundheitsförderung in der gesamten Breite ab. Bei der Gesundheitsförderung steht die Stärkung der Gesundheitsressourcen und
-potenziale im Mittelpunkt und umfasst damit Maßnahmen und Strategien zur Befähigung von Menschen, die körperliche, psychische und soziale Gesundheit als tägliche Ressource zu festigen. Die Prävention zielt im Verständnis der Arbeitsgruppe ebenfalls auf einen Gesundheitsgewinn, der jedoch primär durch das Zurückdrängen von Krankheit erreicht werden soll. Die parallele Umsetzung beider Strategien ist im Verständnis der AG notwendig, um eine hohe Lebensqualität in der Bevölkerung sowie bei jedem Einzelnen zu erreichen.

Die AG konzentriert sich dabei sowohl auf die verhaltens- wie auch verhältnisbezogene Ansätze und widmet sich explizit der Frage der Zielgruppengerechtigkeit der Maßnahmen. Eine Eingrenzung auf spezifische Settings wird bewusst nicht verfolgt.  

Aktuelle Ergebnisse der Gesundheitsberichterstattung zur Prävention und Gesundheitsförderung werden in die Arbeit ebenso einbezogen, wie die genderspezifische Betrachtung als Querschnittsthema verfolgt wird und auch durch die Vorstellung geschlechtersensible Präventions- und Gesundheitsförderungsansätze untermauert wird. Die AG hat in der Vergangenheit auch Workshops auf dem Kongress Armut und Gesundheit organsiert. Hierdurch wird der Praxistransfer unterstützt und der Diskurs zwischen Wissenschaft und Praxis weiter untermauert.

Aktivitäten der AG

Beim jährlichen Jahreskongress der DGMS organisiert die AG Prävention und Gesundheitsförderung regelmäßig mindestens eine themenbezogene Session. Auf der Grundlage von Impulsvorträgen zu aktuellen Fragen aus dem Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung in Theorie und Praxis werden noch offene Fragen mit den interessierten Besuchern diskutiert.

In den letzten Jahren wurde etwa die Umsetzung von Gesundheitsfördermaßnahmen in der stationären Behindertenhilfe diskutiert; es wurde der Frage nachgegangen, wie insbesondere ältere Menschen in die Gesundheitsförderung und Prävention stärker inkludiert werden können, der Projektverbund „Gesundheitsfördernde Schulen in Sachsen“ wurde vorgestellt sowie zahlreiche Best-Practise-Modelle für soziale benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erörtert.

Zukünftig sollen verstärkt auch in Kooperation mit den anderen AGs der DGMS Themen bearbeitet werden. So wird gegenwärtig mit der DGMS-AG “Lehre“ ein Austausch  über die praxisorientierten Vermittlung bedeutender Präventionskonzepte in studentischen Lehrveranstaltung geführt und aktuelle Beiträge zum Thema Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt gemeinsam mit der AG „Psychosoziale Einflüsse auf die Gesundheit“ vorgestellt.

Kongresse und Workshops

2016 in Berlin, DGMS- und DGMP-Kongress, Workshop Arbeit, Geschlecht und psychische Gesundheit

2015 in Regensburg, DGMS- und DGSMP-Kongress, Workshop Männergesundheit – Aktuelle Ergebnisse der Gesundheitsberichterstattung und theoretische Erklärungsmodelle

2014 in Greifswald, DGMS- und DGMP-Kongress, Workshop Betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention im Setting (stationäre) Behindertenhilfe: Vom Bedarf zur Umsetzung

2012 in Hannover, DGMS- und ESHMS-Kongress, Workshop Partizipation von älteren Menschen in der Gesundheitsförderung

2011 in Bremen, DGMS- und DGSMP-Kongress, Workshop Männerspezifische Gesundheitsförderung und Prävention- aktuelle Ergebnisse aus der Forschung und Praxis

2009 in Hamburg, DGMS- und DGSMP-Kongress, Workshop Prävention und Gesundheitsförderung - Impulse aus der Gesundheitsberichterstattung und Gesundheitspolitik. Erfahrungen aus Deutschland, Schweiz und Österreich

2008 in Jena, DGMS- und DGMP-Kongress, Workshop Gesundheitsberichterstattung zwischen Wissenschaft und Politikberatung

2006 in Leipzig, DGMS- und DGMP-Kongress, Workshop Gemeinsam gegen Übergewicht.

2006 in Ludwigshafen, Deutscher Kongress für Versorgungsforschung, Workshop Wissenstransfer – aktuelle Determinanten und Möglichkeiten zur Optimierung

2005 in Dresden, Präventionskongress, Workshop Prävention praxisnah und wissenschaftlich entwickeln - Anforderungen und neue Strategien für den Praxis- und Wissenschaftstransfer

2004 in Bochum, DGMS- und DGMP-Kongress, Workshop Gesundheitsförderung für sozial Benachteiligte

Mitgliedschaft

Über ihr Interesse an einer Mitarbeit in unserer Arbeitsgruppe freuen wir uns sehr. Zur Aufnahme als AG-Mitglied oder bei Interesse melden Sie sich bitte formlos bei einer der beiden o. g. Sprecherinnen.