Die DGMS » Die Arbeitsgruppen » Sozial-Epidemiologie
Sprecher:
Dr. Andreas Mielck (GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit
Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen)
Prof. Dr. Birgit Babitsch, Berlin School of Public Health
Auf der 1997 in Schwerin durchgeführten Tagung der 'Deutschen Gesellschaft für Sozial-medizin und Prävention (DGSMP)' und der 'Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)' fand das erste Treffen der Arbeitsgruppe Sozial-Epidemiologie statt. Dabei wurden auch die bis heute gültigen Arbeitsschwerpunkte der AG festgelegt.
- Inhalte: Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit einerseits und Mortalität, Morbidität, gesundheitsfördernden und -belastenden Faktoren andererseits
- Methoden: Empirische Beschreibung, Entwicklung und Überprüfung von Erklärungs-ansätzen; Evaluation gesundheits¬politischer Maßnahmen
- Ziele: Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse in Forschung und Praxis; Politikberatung
Die Arbeit der AG Sozial-Epidemiologie konzentriert sich auf die Durchführung von Workshops (in eigener Regie oder gemeinsam mit anderen Arbeitsgruppen). Sie ist als Arbeits-gruppe in den folgenden Fachgesellschaften etabliert:
- Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
- Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP)
- Sektion 'Medizin- und Gesundheitssoziologie' der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
- Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi)
In der Gründungssitzung der AG Sozial-Epidemiologie in Schwerin 1997 wurden Andreas Mielck und Kim Bloomfield als erste/r Sprecher und Sprecherin für drei Jahre gewählt. Bei den Wahlen 2000 und in 2003 sind Andreas Mielck und Kim Bloomfield jeweils im Amt bestätigt worden. Ein Sprecherwechsel erfolgte im Jahr 2006 mit der Wahl von Birgit Babitsch, die seitdem mit Andreas Mielck die AG leitet. Seit 2009 ist Thomas Lampert (Robert Koch Institut, Berlin) der Ansprechpartner für den Kontakt zur Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi).
Der AG Sozial-Epidemiologie gehören mehr als 100 Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Die Mitgliedschaft in der AG Sozial-Epidemiologie ist nicht an die Mitgliedschaft in einer der oben genannten Fachgesellschaften gebunden! Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, in dieser AG mitzuarbeiten; erforderlich ist nur eine kurze Mitteilung an einen der beiden Sprecher!
2011
Gemeinsame Jahrestagung der DGMS und der DGSMP "Prävention - Sozial Und Nachhaltig Gestalten" vom 21.-23. September 2011 in Bremen (in Vorbereitung)
Gemeinsame Jahrestagung der DGEpi und der Deutschen Gesellschaft für Med. Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) vom 26.-30. September 2011 in Mainz (in Vorbereitung)
2010
Gemeinsamer Kongress der DGMS und der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie (DGMP) in Gießen
Gesundheitliche Ungleichheit bei älteren Menschen
- Empirische Befunde zur gesundheitlichen Ungleichheit bei älteren Menschen (Thomas Lampert)
- Messung des sozio-ökonomischen Status bei älteren Menschen (Siegfried Geyer)
- Psychosoziale Ressourcen und gesundheitliche Ungleichheit in der zweiten Lebenshälfte: Ergebnisse des Deutschen Alterssurveys (DEAS) (Ina Schöllgen)
- Erklärung der gesundheitlichen Ungleichheit bei älteren Menschen durch das Gesundheitsverhalten - Ergebnisse aus der EPIC-Heidelberg Studie (Gabriele Nagel, Richard Peter, Stefanie Braig et al.)
- Soziale Ungleichheit und gesundheitliche Versorgung im höheren Lebensalter (Olaf von dem Knesebeck, Andreas Mielck)
- Resilienz, sozio-ökonomischer Status und Gesundheitsverhalten bei älteren Menschen (Laura Perna, Andreas Mielck)
Gemeinsamer Kongress der DGSMP, der DGEpi und der European Union of Medicine in Assurance and Social Security (EUMASS) in Berlin
Zentrale sozial-epidemiologische Aufgaben in den nächsten Jahren
Diskussionsbeiträge von S. Sperlich, A. Mielck, N. Dragano und B. Babitsch
Gesundheitliche Ungleichheit: Zeitliche Entwicklungen und Trends am Beispiel des Tabakkonsums
- Zusammenhang zwischen Bildung und Rauchen - Veränderungen im Zeitraum 1990 bis 2009 (L.E. Kroll , T. Lampert)
- Rückgang des Tabakkonsums bei Jugendlichen - Gibt es soziale Unterschiede? (B. Orth)
- Soziale Ungleichheit und Tabakkonsum von Jugendlichen - Entwicklungen und Trends im internationalen Vergleich (M. Richter)
- Soziale Unterschiede beim Ausstieg aus dem Rauchen – Eine kohortenspezifische Analyse (E. von der Lippe, T. Lampert)
- Fördern Rauchverbote in der Gastronomie auch ein rauchfreies Zuhause? Determinanten freiwilliger Rauchverbote und Konsequenzen für den Rauchstopp (U. Mons)
2009
Gemeinsamer Kongress der DGSMP und der DGMS in Hamburg
Regional Social Deprivation in Germany
- Das CANADA-Projekt: Soziale Deprivation und Krebs (R. Pritzkuleit)
- Soziale Ungleichheit in der Krebsinzidenz und –mortalität (A. Eberle)
- Regionale Unterschiede der Sterblichkeit in Bayern (J. Kuhn)
- Die Sozialindices in Großbritannien (A. Mielck)
- Konzept einer regionalisierten Sozialberichterstattung (L. Eichhorn)
- Sozialräumliche Clusteranalyse der Kreise und kreisfreien Städte
und Gesundheitsindikatoren in NRW (K.P. Strohmeier)
- Krebsinzidenz und -mortalität unter Berücksichtigung der kleinräumigen Sozialstruktur
in der Großstadt Berlin (R. Stabenow)
- Zur sozialen Charakterisierung von Regionen und Städten und die methodische Bedeutung unterschiedlicher Vorgehensweisen (N. Dragano)
- Räumliche Auswertungen zur kindlichen Leukämie - Erfahrungen aus Deutschland und Dänemark (S. Schmiedel)
Reformen der GKV - Die Reformen der GKV
- Gesundheitspolitik und Ungleichheit in der Krankenversorgung (T. Gerlinger)
- Unterschiede in der Inanspruchnahme von Rettungsstellen nach Einführung der Praxisgebühr (B. Babitsch, A. Lober, M. David, T. Borde)
- Gesundheitliche Ungleichheit: Welchen Erklärungsbeitrag leistet gesundheitliche/medizinische Versorgung? Ergebnisse einer systematischen Literaturrecherche (C. Janßen, K. Grosse Frie, H. Dinger, L. Schiffmann, O. Ommen)
- Wie wirkt sich die Praxisgebühr auf das Arzt-Inanspruchnahmeverhalten der Patienten aus? Eine querschnittliche Analyse sozioökonomischer und gesundheitlicher Faktoren (I.M. Rückert, J. Böcken, A. Mielck)
Sozialepidemiologie - Wie entkommen die Public Health Wissenschaftler den ethischen Problemen von Normierung und Diskriminierung?
- Nach welcher 'Logik' handeln soziale Milieus? (K.U. Hellmann)
- Wann können Interventionsmaßnahmen die Menschenwürde verletzten? (M. Wildner)
- Was können wir von sozial benachteiligten Personen lernen? (G. Trabert)
- Vom Recht auf Gesundheit zur Pflicht zum gesunden Alter(n): Die Neukonzeption intergenerationeller Solidarität der deutschen Anti-Aging-Medizin (M. Spindler)
2008
Jahrestagung der DGSMP in Hannover
Kulturelles Kapital - Health Literacy:
Perspektiven für die Analyse gesundheitlicher Ungleichheit
- Kulturelles Kapital - Potentiale für die Analyse von Migration und Gesundheit (B. Babitsch, T. Borde)
- Gesundheitsbezogenes Informationsverhalten von russisch- und türkischsprachigen Migranten (U. Gerken, S. Bisson, C. Krauth, W. Machtleid, R. Salman, U. Walter)
- Sozioökonomische und soziodemografische Unterschiede in der Gesundheitskompetenz: eine Querschnittstudie in der deutsch- und französischssprachigen Schweiz (K. Sommerhalder, T. Abel)
Jahrestagung der DGMS in Jena
Quality of life and health inequalities (englischsprachiger Workshop)
- Hauptvortrag: What does quality of life research add to our understanding of health inequalities? (David Blane, Imperial College London, UK)
- Invited commentary (Johannes Siegrist, Heinrich Heine-Universität Düsseldorf)
Seelische Gesundheit bei Migranten und bei Personen mit Migrationshintergrund
- Systematischer Review zu Depression und Angst bei Migranten (J. Lindert, E. Brähler, O. von Ehrenstein, A. Mielck, S. Priebe)
- Versorgung von Migranten in Einrichtungen der Psychiatrie (M. Schouler-Ozak)
- Werden Migranten angemessen behandelt: ambulante psychotherapeutische Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund in einer deutschen Grossstadt (M. Mösko, F. Gil-Martinez, H. Schulz)
- Samplingverfahren und Prävalenzraten psychischer Gesundheit: gibt es Zusammenhänge? (M. Csöff, L. Kawa, J. Lindert)
2007
Gemeinsame Jahrestagung der DGSMP, der DGMS, der DGEpi, der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS), des Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) des Medizinischer Dienst der Krankenversicherung in Bayern (MDK Bayern) in Augsburg
Soziale Ungleichheit und Gesundheitsverhalten - soziologische und psychologische Erklärungen
- Social inequalities in low control beliefs (H. Bosma)
- Sozial benachteiligte Stadtviertel und die Gesundheit ihrer Bewohner: Prägt die soziale Umwelt gesundheitsschädigendes Verhalten? (N. Dragano)
- Socioeconomic differences in adolescent smoking: The equalising impact of peer and school context (M. Richter, T. Lampert)
- Bourdieu - the role of cultural capital (T. Abel)
Psychische Gesundheit bei Migranten
- MigrantInnen in Leipzig - Psychische Gesundheit polnischer und vietnamesischer MigrantInnen unter Einbezug ihres Eingliederungsprozesses (U. Wittig, M. Merbach, E. Brähler)
- Inanspruchnahme stationär psychiatrischer Behandlung von Menschen mit Migrationshintergrund (M. Schouler-Orzak)
- Systematischer Review zu psychischer Gesundheit von Migranten (J. Lindert, S. Priebe, A. Mielck)
- Migration und psychische Gesundheit (J. Lindert, S. Priebe, E. Brähler)
- Go West! Migration junger Ostdeutscher von 1990 bis 2006 (E. Brähler, P. Förster, Y. Stöbel-Richter, H. Berth)
Messung der sozialen Schicht in der Epidemiologie
- Arbeitstreffen der AG Epidemiologische Methoden und der AG Sozialepidemiologie
Workshops 2006 - 2003
siehe Angaben auf der eigenen Homepage
Kontaktaktadressen der Sprecher der AG
Andreas Mielck, Dr. phil., M.P.H.
Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen
Postfach 1129, 85758 Neuherberg
Tel.: (089) 3187 - 4460
e-mail: mielck@helmholtz-muenchen.de
http://www.helmholtz-muenchen.de/igm
Birgit Babitsch, Prof. Dr.
Berlin School of Public Health
Seestr. 73 - Haus 10
13347 Berlin
Tel.: 030 450 570 - 811
e-mail: birgit.babitsch@charite.de